Land und Leute

Das kleine Cornwall Reise ABC für Anfänger & Fortgeschrittene (von A – M)

13 Buchstaben ergeben ein Bild. Dieses kannst du dir hier selbst machen und ein Gefühl bekommen, wie es bei den Briten zugeht.

von

A wie Artus, König Artus. Viele Mythen und Legenden beherrschen die Diskussion um König Artus und seine Ritter der Tafelrunde. So ist auch sein Geburtsort eigentlich unbekannt, eine Legende besagt allerdings, dass er im Tintagel Castle in Cornwall das Licht der Welt erblickte. Heute kann man nicht nur die Überreste des Schlosses besichtigen, sondern angeblich auch die nahegelegene Höhle von Zauberer Merlin.

 

B wie Breakfast. Wer des Full English Breakfasts leid ist, dem sei gesagt, dass man vielerorts schon g'schmackige Alternativen wie hausgemachte Marmeladen, Müslivariationen, Vollkorntoast und viel, viel Obst vorfindet. Außerdem – wenn man Insidern Glauben schenkt – darf man Cornwall nicht verlassen, hat man nicht „smoked haddock“ (geräucherten Schellfisch) oder „kippers“ (Bücklinge bzw. Heringe) zum Frühstück probiert.

Englisches Frühstück Cornwall

 

C wie Cider: Eine Cornwall-Reise ohne Cider ist wie ein Ausflug in die Südsteiermark ohne Weinverkosten – also fast unmöglich. Cider ist ein Apfelwein, der in verschiedenen Geschmacksrichtungen und in jedem Pub zu haben ist. Es gibt viele lokale Produzenten, die bereits besonderen Wert auf biologischen Apfelanbau legen. Ausprobieren! Wer schon vorher üben möchte – auch die Pubs in Österreich führen Cider – oft auch aus dem Zapfhahn.

 

D wie Dorf-Hopping. Urban ist Cornwall nicht. Die größte Stadt ist St. Austell mit ungefähr 24.000 Einwohnern. Aber genau das ist auch der Charme Cornwalls: Enge Straßen, die keine gestressten Autofahrer zulassen. Eine begrenzte Anzahl von tollen Geschäften, die keinen tagelang anhaltenden Shopping-Wahn auslösen können. Die Idee ist, draußen zu sein (vielleicht auch mal bei Regen) und Land und Leute zu erleben.

 

E wie Eisenbahn. Eine gute und entspannte Variante, um nach Cornwall anzureisen. Von London gehen regelmäßig Züge nach Südengland zu Stationen wie Falmouth, Penzance, Newquay oder St. Ives. Insgesamt gibt es 36 Bahnhöfe in Cornwall, die man anfahren kann. Vorteil: Man wird nicht gleich in London auf den Linksverkehr losgelassen.

 

F wie Fistral Beach. Dieser Strand und seine Wellen sind landein- und auswärts bei Surfern bekannt. Dementsprechend wurden auch schon diverse Surf-Contests hier ausgetragen. Dementsprechend überlaufen ist dieser Surftreff allerdings auch und nur denen anzuraten, die dieses Getümmel im Wasser mögen. Cornwall hat viele andere Spots zu bieten, an denen es ruhiger zugeht. Man nehme zum Beispiel Kennack Sands…

Surfen am Fistral Beach Cornwall Newquay

 

G wie Gauner und Piraten. Vor allem die Piraten waren in Cornwall lange Zeit aktiv. Der Ort Polperro zum Beispiel war eine Hochburg für Schmuggler. Bekannt wurde auch das Jamaica Inn als DER Piraten-Treff in der Nähe vom Bodmin Moor. Heute dürften die einzigen verbliebenen Piraten die Spieler der Rugby-Mannschaft „Cornish Pirates“ sein…

 

H wie Huschi. Das kann es einem oft werden beim Surfen oder Schwimmen in Cornwall, da das Wasser ja nicht für seine übermäßig hohen Temperaturen bekannt ist. Wen das nicht abschrecken kann, der ist vielleicht bald ein großer Fan vom…Christmas Day Swim…mehr dazu und zu vielen, vielen bunten Cornwall-Infos gibt es beim „the goodcornwallguide blog“.

 

I wie Isles of Scilly. All jene, die eine wunderbare Landschaft und herrliche Strände in Ruhe auf sich wirken lassen wollen, sind 45 km südwestlich von Land’s End am rechten Fleck. Fast subtropisches Klima, Palmen und viele Sonnentage lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Es gibt mehrere Flug- und Fährverbindungen um die mehrköpfige Inselfamilie vom Festland aus zu erreichen.

 

 

J wie Jugendherbergen. Neben dem weitverbreiteten Camping ist auch die Übernachtung im Youth Hostel eine preiswertere Alternative zu den Hotels der Gegend. Schnell einfallen würden uns da das Boscastle Youth Hostel für Coast Path Wanderer, das Youth Hostel Coverack mit tollem Meerblick oder das Youth Hostel in Perranporth – ideal für die Surfwütigen unter uns.

 

K wie Kernowek: Die alte keltische Sprache war bereits ausgestorben, erlebt nun aber gerade ihre Renaissance. Wer sich beim Durchblättern eines Cornwall-Reiseführers über die Ortsnamen wundert, die Kelten waren’s!

 

L wie Lost Gardens of Heligan. Im Land der Rosamunde Pilcher kommt man nicht ganz daran vorbei, eines der alten Herrenhäuser mit gepflegtem Gartenareal zu besichtigen – die Lost Gardens of Heligan wären da eine Option, eine andere ist der bekannte Trebah Garden. Diese Anlagen sind genauso repräsentativ für das County wie ein Fistral Beach oder der South West Coast Path, daher ist Cornwall ganz einfach auch „the garden capital of the world'“.

 

M wie „Meur ras“: Heißt „Thank you“, also „Danke“ auf Kornisch. Wenn man damit kommt, kann man bei den Einheimischen nur punkten. Ausgeprochen „mörras“.

 

Also: „Mörras“ fürs Lesen, Vokabellernen und Eintauchen in kornisches Lebensgefühl!

Infobox

Im Internet findet man alles. Und da alles oft zuviel ist, um sich schnell einen Überblick verschaffen zu können, hier ausgewählte Links zum Thema Cornwall-Reise.


Visit Cornwall: The official board online visitor guide
Ein neuer Cornwall Reiseführer kommt bald
Kornischer Blog: Your guide to the seriously special spots
Eat, Surf, Live - Das Motto des Cornwall Reiseführers Eat, Surf, Live - Das Motto des Cornwall Reiseführers

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Nancy Ebert fotografiert hauptsächlich Hochzeiten, doch sie liebt es auch mit ihrer jungen Familie zu verreisen und lässt uns auf ihrem Fotoblog daran Teil haben. Im Sommer war sie auf den Spuren vom Reisebuch “Eat Surf Live” in Cornwall unterwegs.