How-Tos, Tipps und Tricks

Crowdfunding Tipps. Projekte über die Online Community finanzieren

Du hast eine tolle Idee für einen Film oder ein Buch, aber keine Kohle für die Umsetzung? Versuch's doch mal mit Crowdfunding!

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Beim Crowdfunding muss man sich zunächst eines gleich vor Augen halten: es ist kein klassisches Investment. Für gewöhnlich lauft es so ab: Hans Ideenmaestro hat einen Traum, nennen wir es mal Projekt. Ein Projekt kann eine eigene Erfindung, ein Film oder ein Buch sein. Um es in die Realität umzusetzen, braucht er eine bestimmte Menge an Geld. In dem Fall könnten das die gesamten Projektkosten sein oder eine kleine finanzielle Spritze. Hans Ideenmaestro nutzt dann sein Netzwerk, um die Crowd zu mobilisieren, ihn finanziell zu unterstützen. Im Gegenzug für das Project Funding erhält die Community auch etwas mehr als bloß ein gutes Bauchgefühl. Bauchgefühl - Für viele klingt es vielleicht seltsam die Idee eines anderen finanziell zu unterstützen, auch wen es dafür eine Gegenleistung gibt. Aber genau darin liegt der Reiz beim Crowdfunding. Und nebenbei erwähnt wurde auch sogar die Freiheitsstatue von der Masse finanziert.

 

Wie erfolgreich das Ganze klappen kann zeigt etwa Klara Hardens Outdoor-Projekt „The Story of a Shipwrecked Rambler“, die ihre Island-Filmdoku nun endlich umsetzen kann. Auch während sie noch um die „Kulturfinanzierung“ angesucht hat, schrieb sie Updates über den Fortschritt der Spenden, bedankte sich multimedial und dokumentierte, was vom aktuellen Stand nun finanziert werden konnte. Mit 66 Fans hatte sie ihr finanzielles Ziel von 1.250€ schnell erreicht und sogar leicht überschritten.

 

Crowdfunding ist auf jeden Fall nicht der Eilzug zum Geld aufstellen. Es braucht harte Arbeit, eine grundlegende Publikumsbasis und vielleicht am Wichtigsten: eine gute Präsentation. Plattformen wie Startnext oder Kickstarter sorgen dafür, dass es schnell eine Basis an interessierten Supportern gibt. Aber die Frage ist, was allgemein bei der Projektvorstellung zu beachten ist?

 

Crowdfunding Tipps & Tricks

 

Mach’s mit Herz. Crowdfunding und die Leidenschaft

Wie stellt man sein Projekt also am Besten dar, um die Leute davon zu überzeugen? Nachdem es vermutlich eine Herzensangelegenheit ist, sollte man das auch so darstellen. In der Vorstellung das emotionale Element nie vergessen. Warum will man sein Hirngespinst unbedingt endlich umsetzen? Wenn man diese Leidenschaft rüberbringt, ist schon mal viel gewonnen, denn so lassen sich auch andere Leute von der Idee anstecken. Das Schöne am Crowdfunding ist ja, dass durch das Internet auch ein Nischenpublikum zur Masse mit internationaler Reichweite werden kann. Menschen sind gerne Teil einer Gruppe und tragen zur Verwirklichung von spannenden Ideen bei. Man sollte sich im Vorfeld genau überlegen, wer die Zielgruppe für das Projekt ist und diese passend ansprechen. Man will ja nicht nur Beiträge, sondern eine richtige Gruppe an Unterstützern aufbauen.

 

Startnext Crowdfunding für Kreative, Künstler und Erfinder from startnext on Vimeo.

 

Offen sein – Crowdfunding heißt Hintergrundinfos bieten

Nicht nur schön über das Projekt reden, sondern auch klare Antworten bieten. Wer ist die Person, die das Projekt umsetzt? Wofür wird das Geld eingesetzt ? Und warum sollte einen das nochmal interessieren? Wird auf diese grundlegenden Punkte eingegangen, wird es besser greifbar, wie man das Projekt genau unterstützt. Wer so offen wie nur möglich über das Projekt spricht, zeigt, dass man ihm Vertrauen kann. Aufkommende Fragen sollten rasch beantwortet werden. So wird auch klar, was wirklich umgesetzt wird. Und wer transparent und ehrlich ist, der wird seltener angezweifelt. Unklarheiten beißen einen eher in den Arsch.

 

Was willst dafür? Crowdfunding heißt Budgetplanung

Keine Fantasiesummen zusammenstellen, damit man zusätzlich zum Projekt noch Kohle macht. Stell ein Budget auf, mit dem alles Nötige bezahlt werden kann, wenn du dein Ziel erreichst. Versprechen wollen auch gehalten werden. Also gleich sicher sein, was umgesetzt werden kann und ob man das wirklich durchzieht. Vom Spenden sammeln unterscheidet sich Crowdfunding in einem weiteren Punkt: Wenn die vorgeschlagene Summe innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nicht erreicht wird, müssen Unterstützer nicht zahlen und das Projekt kommt nicht zustande.

 

Quid pro quo. Belohne deine Unterstützer mit Außergewöhnlichem

Die Leute sollen ja nicht ausgenommen werden, als Crowdfunder muss man ihnen daher für ihre Unterstützung auch etwas Besonderes bieten. Mit kleinen ausgefallenen Gegenleistungen kann man Unterstützern ein schönes Erinnerungsstück an das Projekt mitgeben und die emotionale Beteiligung stärken. Die Gegenleistung sollte gleich im direkten Zusammenhang mit dem Projekt stehen. Am Besten noch etwas Exklusives, was es nur für Unterstützer gibt. Im Fall eines Filmes etwa vielleicht eine kleine Gastrolle für großzügige Spender oder der Name in den Credits. Im Café etwa Gratisgetränke. Auf jeden Fall sollte es ein Dankeschön für alle Unterstützer geben. Das Dankeschön sollte unbedingt auch symbolisieren, dass man sich auch bei den Goodies Mühe gegeben hat. Also Finger weg von 0815 Goodies.

 

Das zeigt einmal mehr den großen Unterschied von Crowdfunding zu einem Investment. Die erste Regel des Crowdfunding ist, das bei dem Projekt keine Gewinnanteile oder Prozente an die Unterstützer versprochen werden können. Dafür aber eine schöne Anerkennung, wobei hier viel mit „Spendenklassen“ gearbeitet werden sollte. Also gleich mal ein paar gute Goodies ausdenken, die man auch wirklich haben möchte.

 

Promo, Promo, Promo – Crowdfunding heißt Kommunikation nach außen

Neben dem Bekannten- und Verwandtenkreis sollten alle Kanäle genutzt werden, die zur Verfügung stehen. Facebook, Twitter etc. werden ohnehin von uns als Personen genutzt. Warum nicht dieses erweiterte Netzwerk verwenden, um seinen Lebenstraum bekannt zu machen und so auch einige Unterstützer auf den Weg mitnehmen? So ist es auch ein Leichtes, Updates über den Verlauf des Projekts zu veröffentlichen. Um weitere Kreise zu erschließen, sollte man sich auch trauen, Blogs oder Onlinepublikationen anzuschreiben. Nicht wahllos Mails raus schießen, sondern einflussreiche und vor allem passende Seiten finden, die sich thematisch mit dem vorgeschlagenen Projekt decken. Die Mails an die Ansprechpartner auch stets spezifisch halten.

 

Noch einmal: Kein Massenmail, sondern eine kurze Vorstellung in der man beschreibt, warum das Projekt für eine bestimmte Plattform passen könnte. Man will die Herausgeber und“öffentlichen Stimmen“, die potentiell Interesse haben, für die Idee begeistern, nicht nur Aufmerksamkeit erhaschen. Ein paar Vorstellungen in den passenden Portalen sind besser als tausend Artikel auf Plattformen ohne Zielpublikum.

 

Crowdfunding – Akt des Glaubens und Vertrauenssache

Crowdfunding ist für Projekstarter und Teilnehmer ein Akt des Glaubens. Man bittet Leute um ein wenig Geld und ihr Vertrauen. Klar, wenn ein Projekt gestartet wird, dann ist man sich seiner Sache sicher. Aber alle Beteiligten sollten daran denken, dass das Endresultat nicht zustande kommen könnte. Wenn sich jeder dessen bewusst bleibt, und sich trotzdem gerne daran beteiligt, kann ein massives Potenzial genutzt werden. Und so wird sicher (romantisch gesagt) der eine oder andere Traum zur Realität.

 

Crowdfunding auf startnext

 

 

Infobox

Beim Crowdfunding stellt man ein Projekt auf speziellen Plattformen wie startnext.de vor. Die Finanzierung erfolgt über die Community auf dieser Plattform


weitere Links

Crowdfunding auf startnext
Linksammlung Crowdfunding

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