Frühstücksvorbereitung Mal schnell Brot beim Bäcker um die Ecke holen. Die Crew und alle Gäste dankens.
Theorieeinheiten im Camino Surfcamp Nach dem Frühstück gibt es für alle Kursteilnehmer Theorieeinheiten. Am Programm stehen u.a. Brett Shapes, Wind und Wetter, Bodenbeschaffenheit von Stränden oder Surfregeln
Warm up mit Peter Nach der Theorieeinheit geht's gleich an den Strand. Instruktionen erhält man hier von Peter (rotes Shirt) und Team
Roli im Anmarsch Teamer Roli begleitet die Gäste zu jeder Tour
Erste Welle - yeah! Stefan feiert seine erste gestandene Welle. Ein magisches Erlebnis für jeden Anfänger, wenn man zum ersten Mal wackelig auf den Brett steht.
Kümi in der perfekten Line Surflehrer Kümi zeigt den Fortgeschrittenen, wo der Hammer hängt
Wenn es kracht in Galizien Peter macht sich schon auf den Duckdive bereit. Galizische Wellen haben Power.
2. Session des Tages - Swellcheck Bevor es am Nachmittag zur zweiten Surf Session des Tages geht, werden die Wellen vom Hügel aus gecheckt. Gut? Ja, sehr gut! Let's go surfing!
Andrea, die Campchefin, ist immer dabei, wenn es geht Während die anderen noch die Wellen abchecken, sitzt Andrea bereits im Wasser und holt sich die ersten Surfs ab.
After Surf Wellen gesurft, ab geht's nach Hause ins Camp. Der Hunger macht sich schon bemerkbar
Kühlschrank des Glücks Hinter dieser Tür findet man die Erfrischungen seiner Wahl. Cola, Bier, Wasser...Prost!
Es wird aufgekocht Was kommt den heute Gutes ins Töpchen?
Chefköchin Andrea Nach einem aufregenden galizischen Surftag muss man sich stärken. Andrea lässt die Gästehoffnungen schon höher schnellen.
Surf Trockentraining Um die Zeit bis zum Abendessen zu verkürzen bekommt Eva eine Spezialeinheit am Indo-Board.
Mahlzeit! Im Camp wird vorrangig gemeinsam Abendgegessen. Man bespricht erste Erfolgserlebnisse zwischen den Bissen.
Home Sweet Home Bei uns im Apartment hat sich der Equipment Wahnsinn schon nach 2 Tagen breitgemacht.
Sunset Bier Am Abend geht man schon mal gerne mit einem Bierchen zum Strand runter
Sonnenuntergang in Galizien Und ein Tag im Camino Surfcamp neigt sich dem Ende zu. Die Sonne geht hier im Sommer erst so gegen 23:00 Uhr unter.
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Surfing

Camino Surf Galizien. Ein Tag im Surfcamp am schönsten Ende der Welt

Zwei Österreicher betreiben im äußersten Nordwesten Spaniens das Surfcamp ihrer Träume. Wir waren auf Besuch bei den wilden Wellenreitern Galiziens.

von

"Kümmi und Roli, um 10:00 gibt's Frühstück. Das heißt, meine Herren, wir fahren um 07:00 mit den Fortgeschrittenen los zur Freesurf Session. Und: Wir fahren pünktlich weg!" Peter, Chef des Camino Surfcamps und eine Hälfte des Camp Gründerduos, führt ein strenges Regiment. Zumindest, wenn es um das Suchen und Finden der besten Wellen für seine Gäste geht. Recht hat er der Gute, denn wer perfekte Wellen surfen will, muss sich an die Wellenvorhersage, an Gezeiten und den bei Urlaubern verschmähten Wecker halten. "Only the early bird catches the fat worm!" Ein Sprichwort, das ich mir über die Jahre hinweg mit Surfwachs dick hinter die Ohren geschrieben habe.

 

Camino Surfcamp - einfach familiär

Ansonsten geht es am Campingplatz in Valdoviño, wo das Camino Surfcamp von Mai bis Oktober die Zelte aufgeschlagen hat, völlig entspannt zu. Nach der morgendlichen Surf Session erwartet uns Campchefin Andrea bereits mit heiß ersehntem Cafe, Obst und Müsli. "Und, war's gut?", fragt die Salzburgerin und stellt die Käseplatte ans Buffet. "Ja, war ganz guat", hört man den stets bis in die kleine Zehe motivierten Peter in den Bart murmeln während er schon wieder einige Handgriffe für seine Gäste erledigt.

 

Langsam gesellen sich die Daheimgebliebenen, Übernächtigen und vom Muskelkater der letzten Surftage Gepeinigten zu uns an den Gemeinschaftstisch. Nach einem reichhaltigen Frühstück - Surfer können einiges verdrücken - lernen die Anfänger in Theorieeinheiten die Unterschiede zwischen Longboards und Fish Shapes und erfahren auch viel über die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit von Stränden. Surferlatein ist fixer Bestandteil des Unterrichts: So erfährt man, dass das Rein-"Droppen" in die Welle anderer gar nicht gern gesehen wird und nur in einer A-Frame Welle zwei Surfer gleichzeitig surfen dürfen.

 

Nach der Theorie - Peter war schon wieder emsig und hat den VW-Bus abfahrbereit gemacht - besteigen wir diesen bis obenhin mit Surfbrettern und Lunchpaketen bepackt. Der nächste Hunger kommt bestimmt! Gesurft wird immer an einem der vielen umliegenden Strände. Peter mag es, wenn er mit seinen Gäste möglichst wenig in der Gegend herumgondeln muss: "Das Blödeste am Surfen ist diese Herumfahrerei. Am liebsten ist es mir, wenn die Wellen am Hausstrand laufen und wir einfach mit den Gästen zum Strand runterspazieren können." Auch da gebe ich Peter Recht, wenngleich einen die äußergewöhnliche Landschaft Galiziens zu ausgedehnten Erkundungstouren geradezu verführt.

 

Wellenreiten in Galizien, dem Ende der Welt

Die nordwestlichste Region Spaniens ist ein von wilder Schönheit überquellender, ursprünglicher Ort. Endlose Sandstrände, sanfte Dünenlandschaften und tosende Wellen formen ein Land, das die Römer am Ende der Welt wähnten. "Finisterre", wie die Spanier sagen. Das gleichnamige Kap liegt etwa zwei Stunden westlich von Valdoviño.

 

Wer in Galizien surfen will, sollte die dicke Surfunterhose nicht vergessen. Gerade vor den Sommermonaten überrascht einen der Atlantik mit kühler Frische. Aber natürlich werden auch Warmduscher von Andrea, Peter und dem gesamten Camino-Team herzlich umsorgt.

 

Zurück zu den Wellen: Kümmi und Roli, der eine Schweizer, der andere Osttiroler, beobachten mit Argusaugen die ersten wackeligen und unsicheren Surfversuche ihrer Schüler im Wasser. Leicht ist er nicht, so ein erster "Stand-Up", aber die beiden bringen unter der Leitung von Peter beinahe jeden Gast zum Erfolgserlebnis. Der erste Stand-Up, ein magischer Moment.

 

Wenn Andrea nicht gerade geschäftig im Camp herumschwirrt, sitzt sie gerne mit ihren Gästen im Wasser und holt sich selbst ein paar dicke Wellen ab. Manchmal hat sie sogar eine Kamera dabei und knipst die ersten Surfs der Neulinge. Wie es sich für ein gutes Surfcamp gehfiört, wird auch für Videoanalysen gefilmt. Wenn schon Surfen lernen, dann richtig!

 

Wenn es spät Nacht wird über deinem Strand
Nach ausgedehnter Paddelei - die einem Anfänger gnadenlos die Grenzen der eigenen Ausdauer und Muskelkraft aufzeigen - fährt man gemeinsam zurück ins Camp. Angenehme Müdigkeit macht sich in jeder Körperfaser breit. Man spürt seinen Körper, merkt, dass man jeden Muskel bewegt hat. Duschen, danach ein Bierchen und schwups sitzt man bereits gemeinsam beim Abendessen. Andrea hat wieder für alle wunderbar aufgekocht. Da bleibt kein Krümelchen auf dem Teller zurück. Kaum fertig gegessen, drückt es den meisten schläfrig die Augen zu. Kein Wunder, ein ausgedehnter Surftag ist anstrengend und macht aus so manch hart gesottenem Partygeher einen Frühschläfer. Früh schlafen gehen ist aber gar nicht so einfach: Obwohl sich Galizien geographisch gesehen direkt oberhalb von Portugal ausbreitet, hat man hier im Gegensatz zum Nachbarland keine Zeitverschiebung. Daher verschwindet die Sonne im Sommer in Valdoviño erst so gegen 22:45 gleich rechts neben dem Leuchtturm im Meer. Fast schon kitschig. Aber genau das, wonach ich gesucht habe.

Infobox

Das Camino Surfcamp hat von Mai - Oktober in Valdoviño/Spanien seine Pforten geöffnet. Im Winter können Wellenhungrige Camino Marokko buchen. Camino Surf ist Partner der Surfrider Foundation und Carbonfund.org


Links zu Camino Surf

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Artikelfotos: Stefan Leitner
Im Camino Surfcamp in Galizien kommt jeder zum Erfolgserlebnis Im Camino Surfcamp in Galizien kommt jeder zum Erfolgserlebnis
Im Wohzimmer des Camps ist alles auf Surfing gepolt Im Wohzimmer des Camps ist alles auf Surfing gepolt

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