wegweiser-chilkoot-doris-hubert
ausstieg_306
ausstieg_282
farben_0003
taj-mahal_0126-jpg
trekking_b1-059-2
trekking_a1_018
trekking_a1_003
toyota-sajama
enfield-2_0506_ausschnitt
varanasi_0551
fullscreen

Wandern & Trekking

Nomaden aus Leidenschaft

Die Welt ist ihr Zuhause. Doris und Hubert Neubauer über moderne Abenteuer, Nachhaltiges Reisen und ihre persönlichen Grenzen.

von

 

Katharina: Was sind Abenteuer überhaupt und gibt es sie heute noch?
Hubert: Nicht mehr so richtig, der Begriff ist inzwischen abgedroschen. Abenteuer finden im Kopf statt. Ziemlich alles wurde auf dieser Welt schon einmal gemacht, der Mensch war beinahe an jedem Ort und in der modernen Zeit gibt es schon so viele Möglichkeiten. Oft denkt man sich, man hätte einen abgeschiedenen Ort entdeckt, dann findet man dort auf einmal eine Bierdose und ist wieder in die Realität zurückgekehrt. Jeder sollte seine eigene Herausforderung finden. Es muss nicht einmal Leben in der Wildnis sein, jeder sollte sein persönliches Abenteuer erleben. Oft kommt schon eine Straßenüberquerung in Indien einem Abenteuer gleich.

Oft denkt man sich, man hätte einen abgeschiedenen Ort entdeckt, dann findet man dort auf einmal eine Bierdose und ist wieder in die Realität zurückgekehrt. Hubert Neubauer

Was sind die verrücktesten Sachen, die ihr gemacht habt?
Doris: Für uns sind es keine verrückten Sachen. Für die „Leute“ fällt so ziemlich ALLES, was wir jemals gemacht haben darunter. Niemand „Normales“ kündigt seinen Job um bei -50 Grad eine Blockhütte zu bauen.

Hubert: Ich habe zum Beispiel auch schon eine Zeit lang mit Eskimos und Huskys gelebt. Auch unsere Yukon River Geschichte ist ungewöhnlich: Dass jemand den Yukon im Kajak befährt ist ja nichts Besonderes, aber dass man das Kajak von einem Fluss zum nächsten 80 Kilometer weit trägt und schiebt, das machen wahrscheinlich nur wir. Außerdem hören diese verrückten Gedanken nicht auf: Im Moment schwebt mir ein Motorrad mit Beiwagen vor, mit dem wir den Ural befahren und dann mit Nomaden und ihren Rentieren herumziehen.

 

Alaska, Ural, irgendwie merke ich da eine leichte Tendenz zum Norden...
Hubert: Dort ist einfach mehr Platz, im Süden gibt es irgendwie mehr Menschen, außerdem kann man nicht so viel unternehmen, wenn es 40 Grad plus hat und einem durch die Luftfeuchtigkeit die Suppe herunterrinnt. Der Norden hat noch einen weiteren Vorteil: Im Winter kann man dort oft Gebiete erreichen, die im Sommer versumpft sind.

 

Seid ihr schon einmal an eure Grenzen gestoßen?
Doris: Bei einer Winterwanderung in Alaska haben meine Finger und Zehen bei einer Wanderung erste Erfrierungsanzeichen gezeigt. Der Schnee ging mir bis an die Oberschenkel und wir waren viel zu weit weg von der Hütte.

Infobox

Die beiden Vollblut-Abenteurer Doris und Hubert Neubauer begeistern nicht nur in Inteviews sondern auch durch zahlreiche Vorträge und Bücher wie Abenteuer Alaska. Ihre Reisen führten sie bislang unter anderem durch Alaske, Indien, Chile, Äthiopien oder Namibia


mehr über die Neubauers:

Homepage Doris & Hubert Neubauer
Doris und Hubert Neubeuer, 2 Nomaden aus Leidenschaft Doris und Hubert Neubeuer, 2 Nomaden aus Leidenschaft
Hubert in Alaska Hubert in Alaska
und Doris auch und Doris auch

Tags: , , , , , , ,

neueste Artikel

Surf-Work-Balance

On the Road, Surfing

Surf-Work-Balance

Die tägliche Dosis Salzwasser – landlocked Surfer geben für sie fast alles. Der Vormarsch von mobilen Arbeitsmodellen kommt ihnen da gerade recht.

Eat Hike Live – jetzt wird ein Steiermark Reiseführer gemacht

Buch | Film | Musik

Eat Hike Live – jetzt wird ein Steiermark Reiseführer gemacht

Das Autorinnen-Duo Katharina & Vera hat sich erneut auf die Suche nach dem Guten, Schönen und Erzählenswerten begeben. Diesmal in der eigenen Heimat: Somit heißt es jetzt „Eat Hike Live“ – unterwegs in der Steiermark.

Usedom: Kajaken im Achterwasser

Kajaken, Outdoor

Usedom: Kajaken im Achterwasser

Das Achterwasser im Herzen Usedoms ist eine weitläufige Lagune mit viel unberührter, wunderschöner Natur – perfekt für eine ausgedehnte Expedition mit dem Kajak. 

Eco-Hostels: Mit grünem Gewissen übernachten

Faires Reisen

Eco-Hostels: Mit grünem Gewissen übernachten

Reisen hinterlässt Fußspuren in der Umwelt. Und Backpacker hinterlassen eine längere Spur als Pauschaltouristen, wenn auch sicherlich keine tiefere.